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Mario Götze - Ein Moment für die Ewigkeit

Mittlerweile spielt Mario Götze beim PSV Eindhoven in den Niederlanden, nachdem er in seiner zweiten Zeit bei Borussia Dortmund nicht mehr ganz an seine früheren Glanztage bei den Schwarz-Gelben anknüpfen konnte. Von 2013 bis 2016 spielte er beim FC Bayern München und erlebte in dieser Zeit auch seinen vermeintlich größten Auftritt, von dem man als Fußballprofi wahrscheinlich nicht einmal zu träumen vermag. Dabei trug er allerdings nicht das Trikot des deutschen Rekordmeisters, sondern das, der deutschen Nationalmannschaft. Wir wollen diesen legendären Tag hier noch einmal Revue passieren lassen. Ihr wisst bestimmt schon, welcher Tag gemeint ist.

Richtig, wir sprechen vom 13. Juli 2014, dem Tag des WM-Finals in Rio de Janeiro, Brasilien. Götze war in der K.o.-Phase des Turniers kein fester Bestandteil der Stammelf. Er wurde im Achtelfinale gegen Algerien zur Halbzeit ausgewechselt, spielte im Viertelfinale gegen Frankreich lediglich sieben Minuten und kam beim historischen 7:1 gegen Gastgeber Brasilien gar nicht zum Einsatz. Der zu diesem Zeitpunkt 22-Jährige galt in Deutschland als ‚Jahrhunderttalent‘ und schien diese Last, die einem solch eine Betitelung auf die Schultern legt, durchaus zu spüren. Götze schilderte diese Phase seiner Karriere und somit auch seine Reservistenrolle in dieser entscheidenden Phase der Weltmeisterschaft als „nicht so leichte Zeit“, bei der man durchaus mit gemischten Gefühlen ins Finale geht. Auf der einen Seite, die Freude über den Erfolg der Mannschaft, auf der anderen die eigene Rolle, mit der er selbstverständlich unzufrieden war.

Jogi Löw berichtet in der DAZN-Dokureihe ‚Being Mario Götze‘ darüber, dass bei den Überlegungen für die erste Elf des Finalspiels, die Entscheidung auf Miroslav Klose, anstelle eben Mario Götzes gefallen sei, da dieser über eine größere Erfahrung besitze und somit auch eine gewisse Ausstrahlung vermittle. Des Weiteren hoffte Löw auf die Unberechenbarkeit Marios, welche bei einer möglichen Einwechslung nochmal mehr für einen Überraschungsmoment sorgen könne, da seine Position auch nicht immer klar definierbar sei. Eine Entscheidung, die sich später noch auszahlen sollte.

Anpfiff dieses denkwürdigen Spieles war Sonntag, der 13. Juli 2014, 21 Uhr im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro, vor 74.738 Zuschauer:innen. Deutschland gegen Argentinien, angeführt von ihrem mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi. Die enorme Relevanz und der große Druck, der auf solch einem Spiel liegt, war der DFB-Auswahl anzumerken. Das Bemühen war Jogis Jungs nicht abzusprechen, doch zielstrebiger wirkten die Südamerikaner. Ein Abseitstor von Higuain und die frühzeitige Auswechselung Christoph Kramers, aufgrund einer Gehirnerschütterung prägten die ersten 45 Minuten. Im weiteren Spielverlauf schwanden Tempo und Risiko auf beiden Seiten und die Partie wurde ruppiger und sehr intensiv geführt. Es gab nur noch vereinzelte Strafraumszenen.

Quelle: Welt: "Show the world you're better than Messi!" [Photo: AFP]

Der vermeintliche Wendepunkt: Nach dem Warmlaufen an deiner Seitenlinie läuft Götze zur Bank, wirft noch einen schnellen Blick auf die Standardsituationen und kommt nochmal für eine kurze Ansprache und Motivationsrede zu Jogi Löw. Hier fallen auch die später viel zitierten Worte: „Zeige der ganzen Welt, dass du besser bist als Messi! Zeige, dass du ein Spiel entscheiden kannst.“ Löw vertraute an dieser Stelle vor allem auf sein Bauchgefühl und bringt Götze in der 88. Spielminute für Miroslav Klose ins Spiel.

Es lief alles auf die eine, entscheidende Situation hinaus und diese sollte dann in der 113. Spielminute kommen: Schürrle treibt den Ball über die linke Angriffsseite und dringt fast bis zur Grundlinie durch, entscheidet sich aber noch rechtzeitig für die Flanke. Götze, mit seinem Gespür für den Raum und das richtige Timing, bewegt sich in Richtung des ersten Pfostens. Die Nummer 19 Deutschlands lässt den Ball von seiner Brust abtropfen und befördert den Ball im Fallen, mit dem zweiten Ballkontakt und seiner linken Klebe an Argentiniens Torhüter Romero vorbei. Das entscheidende Tor, welches uns allen mit Tom Bartels Worten in den Ohren bleibt: „Schürrle. Der kommt an! Mach ihn. Mach ihn! Er macht ihn! Mario Götzeeee! Das ist doch Wahnsinn!“ Der Ball lag im Tor – der Titel zum Greifen nahe. Hier nochmal der Link für eine ordentliche Portion Gänsehaut:

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Götze beschreibt rückblickend, wie schnelllebig dieser Moment für ihn gewesen sei und dass sein Handeln von Spontanität und Instinkt geprägt worden sei.[1] Der Jubel auf dem Platz aber auch bei den Millionen Zuschauer:innen, die der DFB-Auswahl die Daumen drückten war enorm und die Emotionen sprudelten aus allen Begleitern dieses denkwürdigen Abends heraus. Die Nationalmannschaft rund um den aufopferungsvoll kämpfenden Bastian Schweinsteiger und mit Siegtorschützen Mario Götze, brachte die knappe Führung über die Zeit und krönte sich somit zum 4. Mal als Weltmeister.

Mario Götze hat mit seinem Tor einen Moment für die Ewigkeit kreiert. Sein Tor ist in sämtlichen Geschichtsbüchern rund um den Fußball zu finden und wurde millionenfach rekapituliert und besprochen. Auf weitere Momente dieser Kategorie für die deutsche Nationalmannschaft und für den Spieler Mario Götze!

Wir als 11v11-Team freuen uns über Rückmeldungen oder Anregungen zu unseren Blog-Beiträgen 

 


Quellen:

DAZN: Dokureihe „Being Mario Götze – Fluch der guten Taten“ (Ep. 4/4), letzter Zugriff am 14.06.2021.

 

Kicker: Weltmeister! Götzes Traumtor entscheidet den Nervenkrimi: https://www.kicker.de/deutschland-gegen-argentinien-2014-weltmeisterschaft-1417882/analyse, letzter Zugriff am 14.06.2021.

 

Stern: Mario Götze kommentiert sein Final Tor: https://www.stern.de/sport/fussball/mario-goetze-spricht-tom-bartels--kommentar-zum-wm-siegtor-nach-5943276.html#:~:text=Mit%20Tom%20Bartels'%20Worten%20aus,Mach%20ihn!, letzter Zugriff am 14.06.2014.

 

Wikipedia: Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014: https://de.wikipedia.org/wiki/Finale_der_Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_2014, letzter Zugriff am 14.06.2021.

 

Welt: Julien Wolff: „Zeige der Welt, dass du besser bist als Messi!“: https://www.welt.de/sport/fussball/wm-2014/article130117220/Zeige-der-Welt-dass-du-besser-bist-als-Messi.html, letzter Zugriff am 14.06.2021.


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